Der morgendliche Horror

Im morgendlichen und abendlichen Berufsverkehr in Berlin zu fahren ist ein besonderes Erlebnis. Die Bahnen sind per se voll. Ausfallende Bahnen potenzieren die Fülle und dann gibt es noch die Fahrradfahrer. Egal wie voll der Waggon  bereits ist, das Fahrrad muß ohne Rücksicht auf Verluste noch rein.

Wir stehen wie die Ölsardinen im Waggon. Von hinten presst sich ein übergroßer Busen einer fülligen Dame in meinen Rücken. Von vorn schmiegt sich ein dicker Bauch eines etwas unschön riechenden Mannes an mich. Neben mir wird noch schnell ein wenig appetitlich riechender Döner verspeist. Die Sauce kleckert auf meinen Ärmel. Auf der anderen Seite versucht eine junge Dame eine Tageszeitung zu lesen und presst mir ihren Ellenbogen in die Seite.

In solcher Situation vergeht einem schon mal die Lust am öffentlichen Personen-nahverker.

Was ist die Alternative?

Mit dem Auto oder dem Fahrrad? Vielleicht auch keine so gute Idee. Im Auto stehe ich im Stau und brauche endlos lange, mein Ziel zu erreichen. Mit dem Fahrrad ist ebenfalls keine Alternative. Viel zu gefährlich im berliner Straßenverkehr.

Was dann?

Am besten zu Hause bleiben und sich einmal genüßlich im Bett umdrehen.

In dem Sinne wünsche ich eine stressfreie Wochen.