Die Hansezeit und der damit verbundene Handel bescherte der Stadt eine wirtschaftliche Blütezeit. Die in dieser Zeit errichteten Backsteinkirchen zeugen vom Wohlstand der Stadt.
Vom Hafen aus gibt es einen wundervollen Blick auf die Stadt und seine Kirchen. Einige davon stelle ich hier kurz vor.
St. Georgen
Die Kirche St. Georgen gehört neben St. Marien und St. Nikolai zu den drei monumentalen gotischen Sakralbauen der Wismarer Altstadt. Ausgehend von der Baumasse und dem umbauten Raum ist die um 1295 begonnene Georgenkirche das größte dieser Bauwerke. Tronend auf einer Anhöhe überragt das wuchtige Gebäude alles andere und ist weit sichtbar.
Die in der Nähe des Fürstenhofs gelegene Kirche war das Gotteshaus der Landesherren und der Handwerker von Wismar. Im Zweiten Weltkrieg wurde sie schwer beschädigt und verfiel zu DDR-Zeiten zusehends. Der Wiederaufbau begann 1990 und dauerte bis zum Jahr 2017. Auch heute macht sie mit den unverputzten Wänden und fehlender Malerei einen unvollständigen Eindruck. Gleichwohl wurde sie nie entweit und fungiert unverändert als Gotteshaus für die Gemeinden St. Georgen und St. Marien.









Marienkirchturm
In Sichtweite der Georgenkirche ragt ein einsamer, 80 Meter hoher Turm in den Himmel. Gleich einem Finger mahnt der Turm und erinnert uns an die Gräuel des Zweiten Weltkrieges.
Das zum Turm gehörende Kirchenschiff wurde 1945 durch Luftminen stark beschädigt und 1960 gesprengt. Das Baumaterial hat man zu Schotter verarbeitet. Damit ging eines der ältesten Bauwerke der Hansestdt verloren. Der Grundriss des ehemaligen Kirchenschiffs wurde durch niedrige Mauern wieder sichtbar gemacht.
Der Turm blieb stehen und diente weiterhin als Seezeichen. In den vergangenen Jahren wurde der Turm geschlossen und mit Intallationen soweit ausgerüstet, dass wieder eine Nutzung möglich ist.
Neugierig wie ich bin, begab ich mich vom Hotel die Anhöhe hinauf zum mahnenden Finger. Als erstes ließ ich mir vom sprechenden Ziegelstein die Herstellung des Kirchengebäudes erklären. Im daneben liegenden Raum fand ich eine Ausstellung mit Modellen der verschiedenen Kirchen. Überzeugt Euch selbst,
















Nikolaikirche
Als Kirche der Seefahrer und Fischer wurde die dreischiffige Basilika Nikolai in der Zeit von 1381 bis 1487 im spätgotischen Stil erbaut. Man beachte den Zeitrahmen von 106 Jahren. Was sind dagegen die 14 Jahre Bauzeit des BER?
Sie gehört zu den schönsten mittelalterlichen Zeugnissen der Backsteinarchitektur Norddeutschlands. Nach St. Marien in Lübeck ist sie die zweithöchste backsteingotische Basilika der Welt. Gleich am ersten Tag machte ich mich auf, das imposante und Stadtbild prägende Gebäude an der Grube zu besichtigen.
Wow, im Innenraum bin ich von der imposanten Höhe des Kirchenmittelschiffs überwältigt. Ich genieße den Rundgang durch den zugänglichen Teil. Es wird mal wieder gebaut und der barocke Altar ist leider nicht zu sehen. Der Rest ist aber auch sehenswert.









Heilig-Geist-Kirche und Hospital
Das Heilig-Geist-Hospital wurde Mitte des 13. Jahrhunderts als Armen und Krankenhaus errichtet.
Die Hofeinfahrt zum Hospital wird in der ZDF-Serie „SOKO Wismar“ als Zugang zum Polizeirevier gezeigt.
Leider war es mir nicht möglich, die Kirche zu besichtigen. Damit habe ich einen Grund, nochmals nach Wismar zu kommen.






Zum Vergrößern einfach auf das Bild klicken. Bei den Texten habe ich mich wieder von Wikepedia und den Internetauftritten der jeweiligen Einrichtungen inspirieren lassen.