Ein idealer Ideengeber für meine Foto-Ausflüge ist der RBB. Vor Kurzem strahlte er einen Bericht über die Heilanstalten Hohenlychen aus. Bis dato hatte ich weder von Hohenlychen noch von den Heilanstalten etwas gehört. Aber an Lychen konnte ich mich vage erinnern. In der ersten Hälfte der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts war ich schon mal dort und gespannt, wie es sich über die Jahrzehnte entwickelt hat.
Der Mitte des 13. Jahrhunderts gegründete staatlich erkannter Erholungsort Lychen liegt umgeben von viel Wasser inmitten des Naturparks Uckermärkische Seen und beheimatet rund 3.000 Einwohner (übrigens seit nunmehr 110 Jahren konstant). Zu den wichtigsten Erwerbszweigen gehörte in der Vergangenheit die Flößerei. Mit Gründung der Heilanstalten wurde der Tourismus zum wichtigen Wirtschaftszweig der Stadt und der Region.
An einem sonnigen Samstag mache ich mich auf den Weg in den Nord-Westen Brandenburgs. Zunächst geht es mit dem RegionalExpress nach Fürstenberg an der Havel. Dort angekommen begebe ich mich erst einmal auf die Suche nach der Bushaltestelle. Als der Bus dann kommt werde ich daran erinnert, in der Provinz zu sein. Die Plätze reichen gerade für uns 10 wartenden Fahrgäste. Wie heißt es so schön: „Platz ist in der kleinsten Hütte“.
Nach einer 30minütigen Fahrt durch waldreiches Gelände treffen wir am Marktplatz in Lychen ein und ich beginne meinen Rundgang am Rathaus.





St. Johanneskirche
Die evangelische Stadtkirche St. Johann wurde in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts als Feldsteinkirche errichtet und über die Jahrhunderte ausgebaut. Obwohl als offene Kirche ausgewiesen hatte ich keine Gelegenheit zur Besichtigung. Vielleicht beim nächsten Besuch.












































Heilanstalten Hohenlychen
Ende des 19. / Anfang des 20. Jahrhunderts entstanden in Deutschland diverse Heilstätten zur Behandlung der Tuberkulose. So auch in Hohenlychen am Zennssee. Mit viel Sonnenlicht, sauberer Luft und einer ausgewogenen Ernährung wurden die Erkrankten behandelt.
1902 erwarb Gottfried Pannwitz, der Gründer des Zentralkomitees zur Errichtung von Heilstätten, ein Grundstück in Hohenlychen, auf dem bis zur Mitte der 20er Jahre des letzten Jahrhunderts 47 Gebäude errichtet wurden.
Während der beiden Weltkriege wurde die Einrichtung als Lazarett genutzt. Nach 1945 zog hier bis 1993 die Rote Armee ein und nutzte das Gelände als Lazaret und Geburtsstation. Danach verfiel das Ensemble. 2009 kaufte ein Freiberger Bauuntenehmer das Gelände und baute Mietwohnungen und Ferieneinrichtung.










Mit dieser Botschaft beende ich meinen heutigen Ausflug. Lychen ist einen Ausflug und einen Urlaub wert.
Texte sind teilweise Wikipedia entnommen.
