Das Göhlbachtal

verbindet den Stadtteil Eißendorf mit dem Zentrum Harburgs.

Heute ist Berlin mal wieder in winterliches Grau gehüllt, Sonnenschein nicht in Sicht. Ein sonnige Oktobertag im Göhlbachtal erscheint vor meinem inneren Auge. Fotos ausgewählt sowie bearbeitet und schon beginne ich diesen Bericht.

Es ist ein schöner Herbsttag im Jahre 2020; zuerst bedeckt und dann zunehmender Sonnenschein, Ich entschließe mich nach dem traditionellen Besuch der elterlichen Grabstätte zu einem Spaziergang entlang des idyllischem Tals, dem Lohmühlengraben folgend.

Das Göhlbachtal ist Eißendorfs Wiege. Hier ließen sich die ersten Siedler nieder, da das Tal und die Umgebung ideale Lebensbedingungen für die Menschen und die Tiere bot. Die Haufensiedlung wurde erstmalig 1359 urkundlich erwähnt. Heute fühlen sich 282 Bewohner hier wohl. Der Hamburger Gartenarchitekt Friedrich Hölscher gestaltete Ende der 1920er Jahre die Parkanlage zu einer öffentlichen Grünanlage um.

Ich beginne meinen Spaziergang an der Friedhofstraße beim Neuen Friedhof.

Nach einem entspannten 45 minütigen Spaziergang entlang von Wiesen und unter schattigen, bunt belaubten Bäumen endet meine Tour am Hastedtplatz. Nach dem letzten Krieg standen hier bis in die 19550er Jahre die „berühmten“ Nissenhütten, benannt nach dem englischen Architekten P. Nissen. Die Wellblechhütten wurden von den Engländern als Behelfsunterkünfte aufgestellt. Beispielfotos findet Ihr hier.

Nach Abriss der Hütten wurden hier Wohnhäuser gebaut. In einem dieser Häuser wohnte mein Patenonkel (Onkel Otto).

Mit diesen Erinnerungen freue ich mich auf den kommenden Frühling.