Ruhiges Wohnen an einem historischen Ort!

Es ist Pfingsten. Die Sonne strahlt von einem kaiserblauen Himmel herab. Viel zu schade, zu Hause zu hocken. Aber wohin? Da fällt mir ein, von einem besonderen Ort im Südwesten Berlins gelesen zu haben. Diesen schau ich mir mal an.

Ende der 1930er Jahre beschließt der Chef der Uniformierten mit dem Totenkopf an der Mütze sein Führungspersonal mit einer geschlossenen Siedlung im Grunewald in der Nähe des Sees Krumme Lanke zu versorgen. Gedacht – getan. Zwischen 1938 und 1940 wurde eine SS-Kameradschaft-Siedlung errichtet.

„Ziel der SS war es, den Gedanken von „Blut und Boden“ durch die Sesshaftmachung wertvoller SS- Familien“ und die Ideologie der elitären Gemeinschaft architektonisch zu verwirklichen.“

Historische Information am Eingang zu Siedlung an der Ecke Argentinische Straße / Teschener Weg.

An der Größe des Hauses sowie der Ausstattung war der Dienstgrad des Bewohners abzulesen. Je größer und konfortabler desto höher der Dienstgrad.

Die Bewohner hatten jedoch nicht lange etwas von ihrer elitären Behausung. Mit Kriegsende waren die Häuser komplett leer gezogen und die „wertvollen Familien“in alle Richtungen verweht. Die verlassenen Häuser wurden danach bevorzugt Verfolgten, Widerstandskämpfern- und kämpferinnen sowie Flüchtlingen angeboten.

1992 hat das Land Berlin die Siedlung wegen des „historischen Zeugniswertes“ unter Denkmalschutz gestellt.

Eingangstor zur Siedlung
Informationstafel

Die hier verwendeten Zitate entstammen der Info-Tafel am Eingang zur Siedlung.