In Erwartung erneut hoher Temperaturen und Gewitterschwüle mache ich mich in aller Herrgottsfrühe der aufgehenden Sonne entgegen auf den Weg zur S-Bahnstation Hoppegarten, wo meine heutige Tour nach Süden entlang der Erpe beginnen soll.

Hoppegarten liegt östlich von Berlin an der B1/B5 und ist bekant für seine Galopprennbahn. Die historischen Renn- und Traineranlagen sind einmalig. Seit nunmehr 152 Jahren finden hier Rennen statt und werden Pferde trainiert.
Die Erpe ist ein 32 km langer Nebenfluss der Spree in Brandenburg und im östlichen Berlin, deren Quellbereich im nördlichen Teil von Werneuchen liegt. Wie die gesamt Landschaft in Berlin und Brandenburg ist auch der Flusslauf von der letzten Eiszeit geprägt und beeindruckt mit vorwiegend naturbelassener Landschaft.
Der erste Abschnitt führt in urbaner Umgebung entlang der Galopprennbahn bevor es in die Natur und entlang des Zochegrabens gen Süden geht.






Dr. Erich Klausener war Jurist und Politiker. Er wurde 1934 von der Gestapo ermordet 
Haupteingang zur Galopprennbahn Hoppegarten 
Hier am Zochegraben verlasse ich die Straße 

Die nächste Station ist Dahlwitz. Die Ursprünge des Ortes, heute Teil der Gemeinde Dahlwitz-Hoppegarten, werden im 12./13. Jahrhundert vermutet. Er hat sich weitgehend seinen ländlichen Charme bewahrt. Sehenswert sind die Feldsteinkirche, das Herrenhaus/Schloß Dahlwitz der Familie von Treskow sowie der Schloß-/Gutspark, gestaltet von Peter Joseph Lenné.



Feldsteinkirche Dahlwitz aus dem Mittelalter, im Barockstil 1723 bis 1733 umgebaut 
Schloß Dahlwitz / Gutshaus Carl von Treskow, erbaut 1855 / 1856
Durch den ehemaligen Schloßpark gehe ich zur Erpe, die hier Neuenhagener Mühlenteich heißt. Begleitet nur vom Gesang der diversen Vögel genieße ich das unterschiedliche Grün der Natur.
Weiter geht es unter der B1/B5 hindurch in die weitgehend naturbelassene Wiesenlandschaft des Erpetals.
Gleich hinter der Unterführung liegt rechterhand die ehemalige Begräbnisstätte der Familie von Treskow.

In Waldesruh, einem Ortsteil von Hoppegarten, geht es links auf die Straße Heidemühl. Ein zweckentfrendetes Fahrplanschild weist auf ein Privatmuseum hin. Der aus Ulm stammende freischaffende Architekt Richard Anger sammelt Haushaltsgegenstände aus DDR-Zeiten und stellt sie in seinem Privatmuseum aus.
Der Neuenhagener Mühlenfließ (Erpe) trieb mehrere Mühlen an, unter anderem die Heidemühle. Die bereits 1434 erwähnte Mühle war bis 1945 in Betrieb. Eine Tafel informiert über das Gebäude und die Mühlentechnik.


Infotafel
Vor der Brücke über die Erpe geht es rechts ab in das Naturschutzgebiet Wiesenlandschaft Erpetal bis Ravenstein.
In Ravenstein überquert die Mühlenstraße die Erpe und von hier geht es vorbei an Kleingartenanlagen nach Friedrichshagen.





Die Entenkinder bei der Morgentoilette 
Auc die Mutter bereitet sich auf den Sonntagsspaziergang vor. 






















