Bevor der für heute Abend angekündigte Orkan in Berlin eintrifft mache ich mich auf den Weg nach Alt-Treptow. Ich starte in der Bouchéstraße und folge dem Mauerweg, der hier Treptow und Kreuzberg im Nord-Westen und Treptow und Neukölln im Süd-Westen trennt.
Ende des 19. Jahrhunderts wandelte sich die Landgemeinde Treptow in einen beliebten Gewerbe- und Industriestandort. Beispielhaft genannt seien die Agfa – Werke am Lohmühlenplatz und die Lampenfabrik Ehrich & Graetz OHG in der Elsenstraße.
Wo sich Industrie ansiedelt besteht Bedarf an Wohnraum. So entstanden hier zahlreiche sogenannte „Mietskasernen“ für die Arbeiter. Nicht alle dieser Gründerzeithäuser überstanden den Zweiten Weltkrieg und den Kahlschlag auf dem Grenzstreifen. Auf den Freiflächen des Grenzstreifens, insbesondere Entlang des Landwehrkanals, wurden seit den 90er Jahren Wohnungen neu gebaut und lockten neue Bewohner an. Ich kann mir vorstellen, dass dies nicht überall auf ungeteilte Freude trifft.



Kennzeichnung des Mauerwegs 



„Wir bleiben hier“ 
Kampf gegen Gentrifizierung 



Neuapostolische Kirche 

Landwehrkanal 
Flutgraben 
Brücke der ehemaligen Rampe zum Görtlitzer Bahnhof 

ehem. Wachturm an der Puschkinstraße
Alt-Treptow ist ein erlebenswerter Ortsteil mit einer Mischung aus Historie und Moderne. Ich werde sicherlich wieder hierher kommen.
