Weihnachtsmarkt Charlottenburger Schloss

Mit kleiner Verspätung kommen heute die letzten Berichte über Weihnachtsmärkte in Berlin und Brandenburg.

Zum Charlottenburger Schloss gehe ich immer wieder gern. Die Silhouette des Schlosses verleiht diesem Weihnachtsmrkt ein besonderes Flair. Und so entschloss ich ich zum Besuch. Mit der S-Bahn ging es bis Jungfernheide und von dort durch den Schlosspark zum Markt. Gott sei Dank war er noch nicht bevölkert, da er üblicherweise ein beliebtes Touristenziel ist. So schlenderte ich gemütlich an den auch hier festlich geschmückten Ständen entlang, vorbei an Schmuck, Crêpes, Schals, Mützen, geräuchertem Lachs, Bigos, Honig und vielem anderen. Natürlich fehlen auch gegrilltes Fleisch und Bratwürste sowie die Heißgetränke nicht.

Nach zwei Glühwein mit Schuss und einem Nackensteak geht es mit dem 109er zu Fotomax am Los-Angelesen-Platz. Den Abschluss bildet der Breitscheidplatz mit einer Feuerzangenbowle.

Schloß Charlottenburg, benannt nach Sophie Charlotte von Hannover, Gemahlin des Kurfürsten Friedrich III. und späteren König in Preußen Friedrich I., ist eine ehemalige Sommerresidenz der Hohenzollern; er- und ausgebaut zwischen 1695 und 1791.

Breitscheitplatz – Ort des Mahnens und Gedenkens aber auch der Lebensfreude

Dieser Ort wird bestimmt durch die Ruine der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis -Kirche – kurz Gedächtniskirche genannt- , errichtet Ende des 19. Jahrhunderts und im Zweiten Weltkrieg zur Ruine gebombt. Sie gehört zu den wichtigsten Wahrzeichen des alten West-Berlins und den beliebtesten Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt. Sie ist Mahnmahl für den Frieden und Symbol der Widerstandskraft der Berliner Bevölkerung während der Teilung der Stadt nach dem Zweiten Weltkrieg.

Am 19. Dezember 2016 zerriss ein verachtenswertes Attentat mit 12 sinnlos Getöteten und vielen Verletzten die ausgelassene, weihnachtliche Stimmung. Heute erinnert eine Genktafel, geschmückt mit unzähligen Blumen, an diese Tat.

Ein Berliner und seine Gäste läßt sich nicht unterkriegen, sie trotzen der Gefahr und genießen das Leben. Auch wenn die offensichtlich notwendigen Sicherheitsmaßnahmen ein wenig bedrückend wirken. In welcher Welt leben wir?

Der Markt ist entgegen den bisher von mir besuchten eher kommerziell geprägt. Glüh- und Bratwurststände überwiegen. Mein Highlight und ein absolutes „must“ ist die Original Rühmann Feuerzangenbowle mit brennendem Zuckerhütchen. Es schmecken auch zwei! Ich sitze am Fenster, genieße das Heißgetränk und schaue dem Treiben draußen zu. Das Leben kann so schön sein. Um mich schwirrt ein Stimmengewirr unterschiedlicher Sprachen. Berlin ist weltoffen und tollerant.

WeihnachtsZauber Gendarmenmarkt

Denke ich an Weihnachten denke ich auch an Weihnachtsmärkte. Hiervon hat Berlin eine ganze Reihe. Kleine und große, traditionelle und moderne und nicht zu vergessen, Rummel-Weihnachtsmärkte.

Etwas Besonderes für mich ist der WeihnachtsZauber am Gendarmenmarkt. Wohlbehütet durch einen Zaun, bewacht und mittels Eintrittspreis gesteuert trifft man auf ein gehobenes Klientel. Der besondere Reiz liegt in der Kombination gehobener Gastronomie, selektiver Produktangebote mit Kunstmarkt und kulturellen Darbietungen.

Die spezielle Atmosphäre entfaltet sich in der Dunkelheit mit den angestrahlten historischen Gebäuden Deutscher und Französischer Dom sowie Konzerthaus Berlin. Ohnehin ist die Weihnachtszeit in der Dunkelheit am stimmungsvollsten.

Der erste Gang führt mich zur Feuerzangenbowle. Ein absolutes Muß! Während ich mich genußvoll dem Heißgetränk hingebe erscheinen nach und nach Szenen des gleichnamigen Films mit Heinz Rühmann vor meinem geistigen Auge. Ich schaue den vorbei flanierenden Menschen aus nah und fern zu und überlege, was sie wohl in diesem Moment an diesem geschichtsträchtigen Ort empfinden.

So in Stimmung gebracht schlendere ich mit einem Becher Glühwein mit Schuss entlang der beleuchteten Verkaufsstände vorbei an handgemachter Kunst, Keramik, Skulpturen, Spezialitäten aus aller Welt, gebrannten Mandeln, Buchdruck. preisintensiver Gastronomie und kulinarischen Verführungen und lasse mich von den vielfältigen und farbenfrohen Angeboten inspirieren.

Es war wieder ein tolles Erlebnis, das ich nicht missen möchte. Mal sehen, was die Stadt sonst noch zu bieten hat. Bis bald!