Wer kennt ihn nicht? Hier landeten und starteten 1948 / 1949 die berühmten Rosinenbomber und sicherten so die Versorgung der rund 2 Mio. Einwohner West-Berlins (Luftbrücke).
Das graue Winterwetter ist nicht sehr motivierend. Was tun? Ich entscheide mich für eine Führung durch die Gemäuer des Flughafens und mache mich auf den Weg.
Das Tempelhofer Feld verfügt über eine lange militärische Tradition. Anfang des 18. Jahrhunderts ließ hier Friedrich-Wilhelm I, der Soldatenkönig, seine Truppen paradieren. Im 19. Jahrhundert diente das Feld als Exerzierplatz. Um die Jahrhundertwende begannen hier die ersten Flugversuche bzw. Flugübungen. 1923 eröffnete der Flughafen Tempelhof, zunächst „Flughafen Tempelhofer Feld“ genannt.
Dieser überschaubare provinzielle Feldfughafen entsprach in den 30er Jahren nicht mehr den Ansprüchen der Herrscher. Es mußte ein bedeutenderes und wuchtigeres Bauwerk her. Dieses wurde in „Weltrekord verdächtiger“ Zeit von 5 Jahren zwischen 1936 und 1941 unvollendet errichtet. Die gesamte Anlage des Flughafen ist auf Karl Wilhelm Schinkels Kreuzbergdenkmal von 1821 ausgerichtet.
Erläuterungen zur Architektur findet Ihr hier.

Dies bedeutete jedoch nicht, dass dann Passagiere im Gebäude abgefertigt wurden und Flugzeuge abhoben. Dafür begann in den Hangars ab 1941 die Herstellung von Sturzkampf-Flugzeugen.
Nach dem Zweiten Weltkrieg stellten die Amerikanern, die hier stationiert waren, den Flughafen weitgehend fertig.
Der reguläre zivile Flugbetrieb wurde erstmals 1951 aufgenommen.








Soldaten haben während des Dienstes viel ungenutzte Zeit. also bauten die Amerikaner kurzerhand eine Bowlingbahn, eine Bar sowie ein Basketballplatz.



Bei Temperaturen nahe des Gefrierpunktes geht es nach draußen.














In der Unterwelt befinden sich Luftschutzräume und auch die Gepäckabfertigung.




Es war ein sehr interesssanter und kurzweiliger Sonntagnachmittag. Es wird nicht der letzte Besuch bleiben.
Vielen Dank an die Homepages des THF sowie des Alliertenmuseums für die hier verarbeiteten Informationen.
