Besinnlicher Weihnachtsmarkt auf Schloss & Gut Liebenberg

Nicht nur Berlin hat sehenswerte Weihnachtsmärkte. Ca. 70 km nördlich von Berlin liegt das Schloss & Gut Liebenberg im Löwenberger Land. „Es liegt ein besonderer Zauber auf dem einstigen Rittergut aus dem 16. Jahrhundert. Schon Theodor Fontane zählte die Zeit auf Schloss Liebenberg zu seinen „glücklichsten Wanderungs`-Tagen in der Mark Brandenburg““ schreibt die Berliner Woche über diesen herausragenden Platz.

Diesen Markt habe ich mir für den 4. Advent vorgenommen und mich schon darauf gefreut. Petrus hat seinen eigenen Kalender und hüllt die Landschaft in einen Novembernebel ein. Davon lass ich mich aber nicht abschrecken und starte gegen Mittag in Richtung Liebenberg. Nach gut einer Stunde komme ich in Begleitung vieler weiterer Besucher am Ziel an. Der Parkplatz am Rande des Schlossparks ist trotz der frühen Stunde schon gut gefüllt. Ich folge den anderen Besuchern, die sich offensichtlich besser auskennen als ich, und spaziere durch den Park zum Schloss.

Die weihnachtlich dekorierten Stände sind auf dem gesamten Gutsgelände aufgebaut und verbreiten weihnachtliche Gerüche. Feuerstellen laden zum Verweilen und zum Aufwärmen ein (was auch notwendig ist, kriecht doch die feuchte Kälte allmählich die Beine hoch). Neben den üblichen kulinarischen und flüssigen Köstlichkeiten werden Produkte aus dem Hofladen, Keramik und Porzellan, Textilien, Kunst, Filzartikel angeboten. Handwerkertreibende bieten ihre Erzeugnisse feil. Eine Märchenerzählerin zieht die Kinder in ihren Bann. Gespannt lauschen die Kleinen den Abenteuern von Hänsel und Gretel, Rumpelstilchen, Schneewittchen und Rosenrot usw. Die „Kaiserbahn“ entführt die kleinen Gäste in die Kaiserzeit.

Die Liebenberger Feldsteinkirche aus dem 13. Jahrhundert ist ein Besuch wert. Hier durfte ich weihnachtliche Chormusik genießen und ein wenig zur Ruhe kommen und ganz bei mir sein. So allmählich stellt sich Weihnachtsstimmung ein.

„An der Grenze der Grafschaft Ruppin, aber mit ihrem Hauptbesitzstande schon der Uckermark angehörig, liegt die große, mehr als 20.000 Morgen umfassende Herrschaft Liebenberg.“
So beschrieb Theodor Fontane diesen geschichtsträchtigen Ort. Fontane weilte wiederholt hier und berichtete über diesen Ort in seinen Wanderungen durch die Mark Brandenburg.
Ich werde sicherlich im Frühjahr/Sommer 2020 wieder nach Liebenberg kommen, u.a. auch zum Besuch des leider an diesem Tag geschlossenen Museum.

Nordische Märchenweihnacht auf dem Gutshof Schloss Britz

Heute geht es zum Gutshof Schloss Britz auf einen etwas anderen Weihnachtsmarkt. Hier treffe ich mich mit einer lieben Freundin aus der Schweiz mit Wurzeln in Berlin.

Als ich ankomme beginnt es bereits dunkel zu werden. Der Platz und die über 50 weihnachtlichen Stände strahlen im Lichterglanz. Auch an Aktivitäten wie z.B. Bogenschießen, Ponyreiten, Kinderspiele, ein hölzernes Wasserad ist gedacht.

Der Markt ist gut besucht aber nicht überlaufen. Lediglich am Glühweinstand, zu dem es uns als erstes treibt bilden sich durchgehend kleine Schlangen. „Bitte einen Glühwein mit Schuss und einen weißen“ bestelle ich und freue mich auf den heißen Genuß.

So gestärkt schlendern wir entlang der Stände mit Kunsthandwerk, Keramik, Schmuck und vieles mehr. Auf einer der beiden Bühnen unterhält eine Sängerin die Zuschauer. Wir biegen rechts ab und gelangen in den Märchenpark mit skurrilen Figuren der Märchenwelt.

So langsam meldet sich der Magen, inspiriert durch die verführerischen Düfte von Bratwürsten, Nackensteaks, Langos, gebrannten Mandeln und anderen Genüssen. Entgegen meiner sonstigen Gewohnheit entscheide ich mich heute für Langos mit Knoblauchcreme und Käse.

Langsam kriecht die Kälte trotz warmer Kleidung an uns hoch und wir entscheiden uns für den Sterne Koch Matthias Buchholz und seinem Restaurant Gutshof Britz. Heiße Schokolade hilf, uns wieder zu erwärmen.

Den Abschluss eines kurzweiligen Tages bildet der Besuch des Restaurants Genazvale in der Hohenzollernallee mit einem phantastischen Kalbfleisch – Spieß.

Der Gutshof des ehemaligen Rittergutes mit historischem Kuh,- Pferde- und Ochsenstall beherbergt heute ein Restaurant, den Kulturstall, das Museum Neukölln und die Musikschule Neukölln Paul Hindemith.