In einem meiner letzten Artikel berichtete ich über meinen Ausflug in die Ottostadt Magdeburg. Heute widme ich mich ihren Kirchen, soweit noch existent.
Otto I, auch der Große genannt, gründete nicht nur die Stadt Magdeburg, sondern machte sie auch zur Bischofstadt. Sie spielte eine wichtige Rolle während der Reformation. Daher wundert es mich nicht, dass sie als Stadt der Kirchtürme galt. In den letzten Tagen des II. Weltkriegs wurden die Stadt und damit auch die Kirchen zerstört. Der Versuch des Wiederaufbaus der Sakralbauten in den 50er Jahren stieß auf wenig Zustimmung der Herrschenden. Im Sinne der Schaffung einer Sozialistischen Stadt fielen viele Kirchen und kirchliche Einrichtungen der Abrissbirne zum Opfer bzw. wurden gesprengt. Glücklicherweise nicht alle. So prägen heute „über ein Dutzend mittelalterliche Kirchen der Romantik und Gotik das Stadtbild“ (Quelle: Homepage der Stadt/ Kirchen in Magdeburg).
Magdeburger Dom
Der Magdeburger Dom ist der erste gotisch konzipierte Bau einer Kathedrale auf deutschem Boden, einer der größten Kirchenbauten Deutschlands überhaupt und die bekannteste Sehenswürdigkeit der Landeshauptstadt Magdeburg.
Quelle: Stadt Magdeburg
Die Wuchtigkeit dieser Kathadrale und ihre Präsenz im Raum beeindruckt mich. Dieses Gefühl steigert sich noch, nachdem ich eingetreten bin.
























Johanniskirche
ist die älteste Pfarrkirche in Magdeburg mit Wurzeln ins 12. Jahrhundert. Im Januar 1945 wurde sie zerstört. Erst im Jahre 1991 begann der Wiederaufbau, der 1999 abgeschlossen wurde. Sie wird heute vorwiegend als Tagungs- und Veranstaltungshaus genutzt.


















Kathedrale St. Sebastian
Die Kathedrale ist der Mittelpunkt des Bistums Magdeburg. 1015 begründet gehört sie zu den ältesten Kirchen Magdeburgs.















„Ökumenische Eintracht“
Über die Jahrzehnte habe ich unzählige Sakralbauten besucht und bestaunt. Nirgends ist mir bewußt die räumliche Nähe beider christlicher Kirchen so aufgefallen wie in der nördlichen Altstadt Magdeburgs. Im Karré des Wallonerbergs im Norden, der Neustädter Straße im Westen, der Straße Altes Fischerufer im Osten und der Grünanlage entlang des Schleinufers im Süden befinden sich die katholische Universitätskirche St. Petri sowie die beiden evangelischen Bauten der Wallonerkirsche sowie der Magdalenenkapelle. Verwundern tut mich das allerdings nicht. Alle dieser Gebäude wurden vor der Reformation errichtet.

Magdalenenkapelle
Den Beginn der Triologi bildet die Magdalenenkapelle. 1315 als Fronleichnamkapelle in hochgotischen Stil errichtet. Sie ist Gedenkort für Mechthild von Magdeburg.

Katholische Universitätskirche St. Petri
Im 12. Jahrhundert als Pfarrkirche des Fischerdorfes Frose errichtet. Mich beeindruckt die Kombination des vom Gründungsbau erhaltenen romanischen Wehrkirchturms mit dem gotischen Kirchenschiff.












Wallonerkirche
Die im 13. Jahrhundert gegründete Wallonerkirche liegt auf dem Areal des ehemaligen Augustinerklosters. Im Zweiten Weltkrieg zerstört begann 1967 der Wiederaufbau. Seit 2015 wird sie von mehreren evangelischen Gemeinden und Einreichtungen genutzt.
Im nicht kirchlich genutzten Teil finde ich eine informative Ausstellung zu den in der DDR-Zeit in Magdeburg gesprengten Kirchen.








Mein kleiner Kirchenspaziergang gibt einen kleinen Eindruck von den sakralen Schätzen, die auf jeden Fall eine Reise nach Magdeburg wert sind.
























































