Templin – Perle der Uckermark im Schnee

Kalt war es in der Uckermark während meiner Fotosafari im Februar 2021 durch die Perle der Uckermark. Der versprochene Sonnenschein bei strahlend blaubem Himmel fiel leider aus. Es war grau und diesig, machte dem Spass aber keinen Abbruch.

Am Schnittpunkt zweier wichtiger Handelsstraßen wurde Templin im Jahre 1270 gegründet. Die Stadt hat über die Jahrhunderte viel erlebt und wurde, wie die meisten Städte in Brandenburg und Mecklenburg, im 2. Weltkrieg zu 60 % zerstört. Auch viele Fachwerkhäuser fielen den Bomben und Bränden zum Opfer. Vieles ist wieder mit viel Liebe aufgebaut und restauriert. Heute ist Templin mit seinen rund 16.000 Einwohnern eine schnuckelige kleine Stadt, die an diesem kalten Wintersonntag eine Gemütlichkeit ausstrahl.

Meine Safari beginne ich im Zentrum am Marktplatz mit dem historischen Rathaus aus dem Jahre 1751. Alte Kellergewölbe weisen auf das Vorhandensein älterer Rathäuser an dieser Stelle. Der quadratische Marktplatz ist mit einer Lindenallee umgeben. Mitten auf dem Platz steht die Friedenseiche, die 1871 als Erinnerung an den Sieg über die Franzosen hier gepflanzt wurde. Das Kriegerdenkmal zum Gedenken an die in den Kriegen gefallenen Soldaten stammt von 1885.

In normalen Zeiten ist der Platz durch Wochenmärkte und Stadtfeste belebt.

An den angrenzenden Straße erfreue ich mich an schöner Architektur.

Vom Marktplatz biege ich in die Rühlstraße ein. Hier stehen die ältesten Fachwerkhäuser der Stadt. Ich schlendere die Straße entlang und genieße den Anblick der restaurierten Gebäude. In diesen Häusern zu wohnen muss ein besonderes Erlebnis sein.

Am Ende treffe ich auf den Eulenturm, ehemals Hungerturm genannt. Aber was ist das? In ca. 6 Meter Höhe befindet sich eine Tür. Ist der Turm gewachsen oder handelt es sich um einen Schildbürgerstreich? Weder noch! Der Turm diente als Gefängnis. Die Insassen wurden durch die Tür in den Teil des Turms ohne Fenster und Tür hinunter gelassen. Es kam auch schon mal vor, dass der Inhaftierte vergessen wurde. Gleichzeitig diente der Turm als Beobachtungsposten.

Ich folge der Stadtmauer und komme zum Akzisehaus, auch bekannt als Torschreiberhäuschen. Hier mußten die Händler Steuern und Zölle auf die mitgebrachten Waren bezahlen. Man stelle sich vor, heutzutage würde jede Stadt und jede Gemeinde so verfahren.

Weiter geht es entlang der Stadtmauer zum Pulverturm. Wie der Name schon sagt, wurde hier Schießpulver aufbewahrt. Er entstand im 15. Jahrhundert aus einem in die Stadmauer eingelassenen Wieckhaus.

Die nächste Station auf meinem Rundgang ist das Prenzlauer Tor. Es ist das jüngste Tor. Zur Anlage gehören die Röhnisch-Anlage sowie das Vortor.

Teil des Gebäudekompleses des Prenzlauer Tors mit dem Museum ist der Röhnisch-Platz, benannt nach dem Ehepaar Röhnisch. Erna Taege-Röhnisch war eine anerkannte Heimatschriftstellerin und Mundartautorin. Zuammen mit ihrem Ehemann Fritz Röhnisch (Buchhalter und Kreistagsausschussangestellter) baute sie das Templiner Heimatmuseum auf.

Röhnisch-Platz

Auf dem Weg zum Eichwerder Tor treffe ich auf alte Holzhäuser. Hintergrundinformationen waren leider nicht zu recherchieren.

Das Eichwerder Tor entstand 1909 als Stadtmauerdurchbruch, um einen kürzeren Weg zum Stadtsee und einen bequemeren Weg zur 1910 eröffneten Bürgerschule zu schaffen. .

Die nächste Station ist das im 14. Jahrhundert errichtete Mühlentor. Es ist das älteste und zugleich kleinste der drei Stadttore.

Der Rundgang entlang der Stadtmauer endet am Berliner Tor.

In der Berliner Staße, der ehemaligen Königsstraße, nahe des Berliner Tors, steht die St. Georgen Kapelle. Sie ist im 14. Jahrhundert erbaut, wurde niemals zerstört und ist so das älteste Gebäude der Stadt Templin.

Die Berliner Straße überzeugt mit schönen Fachwerkhäusern.

Den Abschluss meines Spaziergangs durch die Perle der Uckermark bildet die Mitte des 18. Jahrhunderts errichtete Sankt-Marien-Magdalenen-Kirche. Leider konnte ich die Kirche wegen der besonderen Umstände nicht besichtigen. Vielleicht ein anderes mal.

Fotos von mir. Auch hier gilt, dass ich mich von den Auswührungen bei Wikipedia und den offiziellen Seiten der Stadt Templin habe inspieren lassen.