Über die Jahrtausendwende arbeitete ich einige Jahre in Dresden und wohnte hoch oberhalb der Elbe in Oberloschwitz / Weißer Hirsch mit einem phantaschen Blick auf das Elbtal und Dresden.
Loschwitz ist einer der Dresdner Villengegenden am rechten nordöstlichen Elbufer „neben“ dem Weißen Hirsch.
Dieser Tage entschied ich mich für einen Tagesausflug zu meiner damaligen Wirkungsstätte. Mein Fokus lag auf der Villengegend von Oberloschwitz und Weißer Hirsch.
In Dresden angekommen fahre ich mit der Straßenbahn vom Dresdner Hauptbahnhof zum Schillerplatz. Seit meinem letzten Besuch, der viele Jahre zurückliegt, hat sich viel getan in dieser wunderschönen Stadt. An allen Ecken und Kanten wird viel gebaut, vorwiegend Eigentumswohnungen.
Am Schillerplatz, einem historischen Dorfanger, starte ich meinen Streifzug. Heute ist der Schillerplatz an der südlichen Zufahrt zum Blauen Wunder ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt. Zwei Straßenbahn- und drei Buslinien teilen sich den begrenzten Platz mit dem Individualverkehr.

zentrale Haltestelle 



Villa Marie 
Das Blaue Wunder
Vom Schillerplatz spaziere ich über die Loschwitzbrücke, besser bekannt als Blaues Wunder. Wie kam es zu diesem Namen? In Wikipedia wird es wie folgt erläuter:
„Am 5. April 1936 verbreiteten die Dresdner Nachrichten in einem Beitrag, dass die Brücke ursprünglich mit einer Mischfarben Kobaltblau und Chromgelb grün angestrichen gewesen sei und sich die Gelbanteile durch Witterungseinflüsse verflüchtigt hätten; nur das Blau sei übrig geblieben Diese Zeitungsente wurde für bare Münze genommen und entgegen den historischen Fakten in der Folgezeit wiederholt und weiter ausgebaut. So sprachen andere Quellen nur noch von der Sonneneinstrahlung, durch die sich die Gelbanteile verflüchtigt hätten. Der Kunsthistoriker Volker Helas merkte dazu an: „Warum hätte man denn eine grüne Brücke Blaues Wunder genannt?“[
Am Körnerplatz auf der Loschwitzer Elbseite angekommen steige ich in die Standseilbahn, die mich in die Villengegend in Oberloschwitz bringt.

Talsatation 
Bergstation 








Von Ardennes Sternwarte 
Institut von Ardenne 




Zum Abschluss dieses Streifzugs mit unvergesslichen Erinnerungen an meine Zeit in Dresden geht es zum schönsten Milchladen der Welt, der Pfunds Molkerei.



Foto von D. Berthold, Dresden
