Viermastbark Peking im Hansahafen

Herbstlich frisch ist es, als ich mich auf den Weg in meine Geburtsstadt mache. Dort angekommen begrüßt mich die Hansestadt mit strahlendem Sonnenschein, der Hoffnung macht auf höhere Temperaturen.

Wie üblich sehe ich erst einmal beim Grab meiner Eltern nach dem Rechten. Alles in Ordnung, die Winterbepflanzung überzeugt.

Nun widme ich mich dem eigentlichen Ziel meines Ausflugs, dem Hafen Museum und der Peking bei den Schuppen 50-53 am Hansahafen,

Ich starte an der S-Bahnstation Veddel.

Nach einem Fussweg von ca. 30 Minuten komme ich am Hansahafen an.

Gleich vorne rechts am Bremer Kai liegt das begehrte Ziel meines Ausflugs, die Viermastbark Peking. Sie gehört zu den legendären Flying P-Linern der Reederei F. Laeisz, so genannt nach dem Anfangsbuchstaben der Frachtsegler. Zu den Schwestern zählen unter anderem die Pamir (1957 gesunken), Passat (Museumsschiff in Travemünde), Padua (fährt seit 1969 unter dem Namen Kruzenshtern als Schulschiff der russischen Fischereiflotte) und Pommern (seit 1954 Museumsschiff in Mariehamm, Finnland),

„Die schnellen Segler waren für ihre Robustheit und Geschwindigkeit unabhängig vom Wetter berühmt und ihre Zuverlässigkeit kam der eines Linienbetriebes nahe.“

Wikipedia

Die Frachtsegler transportierten Salpeter aus Chile, das vielfältige Anwendung als Stickstoffdünger fand.

Weitere interessante Informationen zur Peking und dem Salpeter-Anbau in Chile findet Ihr hier!

Der Hansahafen bietet weitere Sehenswürdigkeiten, zB. den Stückgutfrachter MS Bleichen. Sie repräsentiert eine ganze Generation von Frachtschiffen. Gebaut wurde sie 1958 von der Nobiskrug-Werft in Rendsburg. Ihr Einsatzgebiet war die Ostsee. Von Hamburg aus transportierte sie Stückgut nach Schweden und Finnland. Die Rückladung bestand aus Papierrollen und Holz. Siehe auch die Homepage des Vereins „Freunde des Stückgutfrachters MS Bleichen e.V.“

Die Hafenbahn gehörte seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zum wichtigsten Transportmittel vom Schiff ins Hinterland. Ausgestellt am Bremer Kai sind 29 historische Fahrzeuge. Nachfolgend eine kleine Auswahl.

Neben den großen „Pötten“ begeistern mich auch die kleineren Einheiten.

Hamburg, Staatsdampfer Schaarhörn und Fährmotorschiff Lühe

Interessant finde ich auch die 15 verschiedenen Hafenkrane am 2018 eingeweihten Anleger Bremer Kai.

Den Abschluss des Geländes bildet das Kopfgebäude mit dem Schaudepot. Leider war ich einige Tage zu spät vor Ort. Ende Oktober endete die Saison hier am Hansahafen und ich muss bis Anfang April des kommenden Jahres mit der Besichtigung des Depots warten.

Mit diesem phantastischen Blick vom Höft auf die Elbphilharmonie verabschiede ich mich für heute. Hamburg ist eine tolle Stadt.

Dank an Wikipedia, die Seiten des Hamburger Hafen Museums sowie der Seite der Stiftung Maritim Hamburg.