Ende Oktober begann ich diese Berichtsreihe über meine kleine Rundreise durch Vorpommern, gestartet in Pasewalk.
Meine nächste Station liegt Rund 20 km nördlich von Pasewalk, hätte ich die direkte Verbindung nehmen können. Wie das Leben so spielt, war diese wegen Straßenbauarbeiten gesperrt und ich musste mein Navi dazu überreden, einen Umweg über die wenig reizvolle B 109 nach Torgelow zu fahren.
Torgelow, 1281 erstmals erwähnt, ist eine Kleinstadt mit rund 10.000 Einwohnern inmitten der Uckermärker Heide umgeben von dichtem Mischwald. Torgelow hat sich den Charme eines gemütlichen Dorfes erhalten. Überregionale Bekanntheit erreichte Torgelow in der Vergangenheit durch seine 250jährige Gießereigeschichte und als Militärstandort. Noch heute findet man in der Umgebung von Torgelow militärische Einrichtungen.
Wahrzeichen der Stadt ist die 1884 im Stil der Neugotik erbaute evangelische Christuskirche. Bedeutsam sind die großen farbigen Altarraumfenster sowie die Mehmel-Orgel. Leider war die Kirche geschlossen, so dass ich mir diese Schmückstücke nicht anschauen konnte.

Gegenüber der Kirche liegt das moderne Rathausgebäude in dem sich auch eine Filiale meines ehemaligen Arbeitsgebers befindet.

Im Jahre 1753 ordnete Friedrich II in einer Kabinettsorder die Errichtung eines „Königlich-Preußischen Eisenhüttenwerks“ an. Damit begann die industrielle Entwicklung. In der Ueckerniederung fand man Raseneisenerz, das als Grundstoff für die Waffenproduktion von Interesse war. In der Folgezeit entstanden weitere Eisengießereien und Sägewerke. Die Regison erlebte einen rasanten Aufschwung.
Kurz vor der Wende waren über 2.300 Menschen im damaligen VEB Gießerei und Maschinenbau „Max Matern“ Togelow tätig. Die heutige Eisengießerei Torgelow GmbH bezeichnet sich als zu den führenden Handformgießereien Europas gehörend.
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